Sobald Sie glauben, dass Ihr Kind anfängt zu stottern, und Sie sich Sorgen machen, sollten Sie sich beraten lassen. Suchen sie eine Therapeutin oder einen Therapeuten auf, die/der sich auf kindliches Stottern spezialisiert hat, und holen Sie eine Diagnose ein. Dabei sollte auf jeden Fall Ihr Kind selbst untersucht werden. Außerdem sollte mit Ihnen ausführlich über das Erscheinungsbild des Stotterns und die Reaktionen Ihres Kindes gesprochen werden.
Beratung bietet auch die Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. Dort erhalten Sie auch Informationsmaterial und Adressen von Fachleuten in Ihrer Nähe.
Es besteht kein Grund zur Panik, wenn Ihr Kind stottert. Aber es ist nicht empfehlenswert, nur abzuwarten und zu hoffen, dass das Stottern von selbst wieder verschwindet.
Eine Untersuchung und Beratung ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn Ihr Kind sich beim Sprechen anstrengt oder es mit Frustration reagiert. Wenn Sie sich Sorgen machen oder verunsichert sind, ist dies ebenfalls ein Grund, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt Ihr Kind ist. Es gibt kein festes Alter, ab dem Stottern behandelt wird. Die Untersuchung kann zur Entscheidung dienen, ob eine weitere Behandlung notwendig ist oder nicht.
Sie selbst können auch etwas tun, um Ihrem Kind zu helfen. Stottern ist keine schlechte Angewohnheit und unterliegt nicht der Kontrolle des Kindes. Korrigieren Sie Ihr Kind daher nicht, wenn es unflüssig spricht. Hören Sie auf das, was es sagt, und nicht darauf, wie es etwas sagt. Drängen Sie es nicht und beenden Sie nicht seine Sätze. Versuchen Sie selbst, entspannt und langsam zu sprechen. Zeigen Sie Verständnis für Ihr Kind und trösten Sie es, wenn es traurig ist. Machen Sie sich selbst kundig und informieren Sie andere Menschen, wie sie sich gegenüber Ihrem Kind verhalten sollen.
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