Das Stottern beginnt meist ohne offensichtlichen Anlass im Alter zwischen 2 und 5 Jahren, selten auch noch später. (Eine andere Form des Stotterns kann in seltenen Fällen meist plötzlich im Erwachsenenalter nach neurologischen Schädigungen oder einem psychischen Trauma auftreten.) Zuvor hat das Kind bereits eine Zeit lang flüssig gesprochen.
Bei 5% aller Kinder entwickelt sich Stottern. Von diesen Kindern sprechen insgesamt 4/5 bis zur Pubertät wieder flüssig. Es lässt sich bislang nicht vorhersagen, welche Kinder das Stottern wieder verlieren und bei welchen es bestehen bleibt. Bei Erwachsenen schätzt man, dass 1% stottert. Das sind in Deutschland über 800.000 Menschen. Bei Erwachsenen verliert sich das Stottern nur noch in seltenen Fällen vollständig.
Etwa doppelt so viele Jungen wie Mädchen beginnen zu stottern. Mädchen verlieren das Stottern häufiger wieder, wodurch das Verhältnis auf 5:1 anwächst.
Stottern tritt in allen Kulturen auf. Es gibt 4000 Jahre alte Schriftstücke, die von stotternden Menschen zeugen.
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