Stotternde Menschen haben im Vergleich zu nichtstotternden etwa dreimal häufiger Verwandte, die ebenfalls stottern. Stotternde Frauen haben häufiger stotternde Kinder als stotternde Männer. Zwillingsstudien haben ergeben, dass bei eineiigen Zwillingen (identisches Erbgut) häufiger beide Zwillinge stottern als bei zweieiigen Zwillingen (unterschiedliches Erbgut).
All dies spricht dafür, dass ein Erbfaktor bei der Entstehung des Stotterns eine Rolle spielt. Stottern wird jedoch nicht direkt vererbt, sondern vermutlich wird eine Veranlagung zum Stottern weitergegeben. Damit ist eine Bereitschaft des Körpers gemeint, die zum Stottern führen kann, aber nicht muss.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass im Durchschnitt 70-80% der Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind stottert, genetisch bedingt ist, während andere Faktoren hierzu 20-30% beitragen.
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